Krebsgang

 

ich gehe den Gang des Krebses

mein Zeitenfluss staut sich zu einem See

grabe mich ein an seinen Rändern

verstecke mich in sandigen Erinnerungen

blaue Flügel über mir

 

in meiner Sandhöhle

spüre ich seine Gliederfüße

wir sind keine Gefährten

nur Omnivoren

 

heimisch geworden in meiner Bucht

wanderst du

durch meinen Körperkosmos

 

ich blicke rückwärts

meine Stimme ist bereits über dem Fluss

 

es bleibt kein Wort